Kann man Komponenten aus wassergeschädigter Elektronik retten?

Wasser kann der Fluch der Elektronik sein. Die Wärme, die von den meisten elektronischen Bauteilen erzeugt wird, kann Kondensationsfeuchtigkeit verursachen, mit der die meisten Systeme durch Isolierung umgehen können. Wenn jedoch große Mengen Wasser im Spiel sind, etwa wenn ein Gerät in eine Wasserlache fällt, wird der Versuch, die Bauteile und die Elektronik, zu der sie gehören, zu retten, zu einer echten Aufgabe.

Was richten Wasser oder andere Flüssigkeiten in der Elektronik an? ElectronicsForU stellt fest:

„Wenn Flüssigkeiten mit Schaltkreisen in Kontakt kommen, können Ströme unbeabsichtigt zu anderen Systemkomponenten umgeleitet (kurzgeschlossen) werden, wobei es zwei mögliche Verläufe gibt: Durchbrennen oder Erdung. Beim Durchbrennen fließt ein Hochstromkreis (etwa der eines leistungsführenden Schaltkreises) durch einen empfindlicheren Schaltkreis, der nicht für hohe Ströme ausgelegt ist, was zu Überhitzung und Schmelzen der Schaltkreiskomponenten führt.“


Bei Kurzschlüssen, die einen Schaltkreis erden, ist die Wahrscheinlichkeit einer Beschädigung der Bauteile geringer, da Erdungskomponenten höhere Stromlasten verkraften können. Dieses Ergebnis ist deutlich besser, als durchzubrennen und zerstört zu werden.

RyTech schlägt einige konkrete Regeln für den Umgang mit nasser Elektronik vor:

  • Schalten Sie keine Elektronik ein, bei der der Verdacht besteht, dass sie Wasser oder hohen Mengen an Wasserdampf ausgesetzt war. Lassen Sie sie ausgeschaltet und trennen Sie das Gerät vom Strom.

  • Versuchen Sie nicht, elektronische Bauteile in einer Mikrowelle oder einem herkömmlichen Backofen zu trocknen.

  • Öffnen Sie nasse elektronische Geräte nicht selbst, um sie an der Luft trocknen zu lassen. Überlassen Sie diese Aufgabe einem qualifizierten Elektroniktechniker.

Wenn Sie das System vollständig trocknen können, besteht eine gute Chance, dass die Elektronik wieder funktioniert. Die Art der Flüssigkeit kann das Ergebnis jedoch beeinflussen. Wasser oder andere Flüssigkeiten können Salze und andere Partikel enthalten, die auch nach dem Trocknen eine korrosive Wirkung haben, da sie nicht entfernt werden. Die Partikel können dazu führen, dass Strom dorthin fließt, wo er nicht hinfließen soll, und erhebliche Schäden verursachen.

Es gibt außerdem einige Dinge, die Sie beachten sollten:

  1. Zögern Sie nicht – Berichten zufolge liegt die optimale Zeit für die Behandlung bei 48 Stunden. Danach ist der Schaden möglicherweise nicht mehr zu beheben.

  2. Reis ist kein wirksames Mittel, um Elektronik zu trocknen. Studien zeigen, dass es besser ist, das Gerät an der freien Luft liegen zu lassen.

Wenn Sie sich näher mit dem Thema befassen und mehr über weitere Bauteile und Wasserschäden erfahren möchten, bietet Grainger sehr ausführliche Informationen.

Es gibt jedoch zahlreiche Bauteile, die aus verschiedener Elektronik gerettet werden können.

  1. Mainboards – Steckverbinder, Sockel, Kühlkörper, Kondensatoren und Induktivitäten

  2. Computernetzteile – Transformatoren, Regler, ICs, Induktivitäten, Kondensatoren und Kühlkörper

  3. Verstärker und Soundsysteme – Kondensatoren, Schalter, Drehknöpfe, Potentiometer, Buchsen, LEDs, Chips, große Kühlkörper und Lüfter

  4. Spannungsregler – Relais, Anzeige-LEDs, Schalter, ein Voltmeter und diese Komparator-ICs.

  5. Automobilbereich – Sicherungen, Relais, Halogenlampen, Hupe und alles andere, was man aus einem alten Auto retten kann.

 

Hoffentlich gibt Ihnen das einige Anregungen zur Rettung von Bauteilen. Es gibt viele weitere Produkte mit wiederverwendbaren Komponenten.

 
 
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