Teledyne kauft FLIR Systems und erweitert Sensormärkte
Teledyne hat FLIR Systemsgekauft und damit zwei bedeutende Unternehmen der Sensorbranche zusammengeführt. Der Kauf für rund 8 Milliarden US-Dollar in bar und Aktien wird diese beiden großen Bildsensorhersteller vereinen.
„Unsere jeweiligen Unternehmen ergänzen sich perfekt, mit minimalen Überschneidungen bei Technologien und Märkten,“ sagte Teledyne-Verwaltungsratsvorsitzender Robert Mehrabian am Montag bei einer Analystenkonferenz zur Beschreibung des Deals.
„Der Deal vereint Unternehmen, die beide Sensoren herstellen, wobei jedes Bildsensoren auf Basis unterschiedlicher Chips für unterschiedliche Lichtwellenlängen produziert,“ stellte Fierce Electronics fest.
Die von beiden Unternehmen hergestellten Systeme bedienen unterschiedliche Märkte für autonome und unbemannte Systeme, wobei FLIR Märkte in der Luft und an Land erreicht, während sich Teledyne auf Unterwassermärkte konzentriert, fügte Mehrabian hinzu.
Während sich FLIR auf den größeren Infrarotmarkt konzentriert, arbeiten Teledynes proprietäre Bildsensoren in den Wellenlängen Röntgen, Ultraviolett, sichtbares Licht und nahes Infrarot sowie Millimeter-, Mikrowellen- und Funkwellenlängen.
Teledyne bedient einen Nischenmarkt in der Luft- und Raumfahrt, während sich FLIR auf kommerzielle Thermografie, Automobil, Konsumgüter und andere Märkte konzentriert. „Teledynes Infrarot-Detektortechnologie basiert auf Quecksilber-Cadmium-Tellurid, während FLIR Indiumantimonid, Mikrobolometer/thermisch/ungekühlt, Indium-Gallium-Arsenid und Quantentopf-Infrarot-Photodetektoren verwendet, laut einer Teledyne-Folie,“ stellte Fierce Electronics fest.
Teledynes Umsatz im Jahr 2020 betrug 3,1 Milliarden US-Dollar, während FLIR 1,9 Milliarden US-Dollar erreichte.
FLIRs Bildgebungstechnologie, die in iPhones und BMW-Luxusmodellen verwendet wird, wird für zukünftige fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme und autonome Fahrzeuge wichtig werden.
Bildsensoren bilden einen globalen Markt, der 2020 auf fast 20 Milliarden US-Dollar geschätzt wurde. Auch der Markt für Wärmebildkameras ist robust und lag 2020 laut Fortune Business Insights bei etwa 2 Milliarden US-Dollar.
Weitere Konsolidierung innerhalb des Wärmebildkamera-Marktes wird erwartet.