Die Gewinner der Auszeichnungen 2020 von Invent for the Planet
Ingenieurstudenten aus aller Welt nahmen im Rahmen der Invent for the Planet-Auszeichnungen 2020 die Herausforderung an, sich mit realen Problemen auseinanderzusetzen. Themen wie nachhaltiges Abfallmanagement für Fluggesellschaften, das Vorkommen von Mikroplastik in unseren Ozeanen und Alternativen zu Einwegplastik.
„Mehr als 800 Studenten von 40 Universitäten aus 20 Ländern nahmen an dem diesjährigen, von der Texas A&M University veranstalteten Wettbewerb teil. Die Teams wählten aus einer Liste von 14 Herausforderungen, die von Branchenführern und Akademikern auf Basis von Problemen erstellt wurde, die den Planeten betreffen“, berichtete Electronics Weekly.
Die Bewertung erfolgte lokal und international über mehrere Stufen, bis fünf Finalisten ausgewählt und drei Gewinner gekürt wurden. In diesem Jahr fand die Preisverleihung virtuell statt.
EFET Rio de Janeiro, Brasilien, Team Corais belegte den ersten Platz und gewann den Preis von 3.000 US-Dollar für ihren Filter „mit Magnetit, einem recycelbaren Metall, das Mikroplastik (synthetische Kleidungsfasern) anzieht, um zu verhindern, dass es in Gewässer gelangt“.
Den zweiten und dritten Platz erhielten Team ECOtory der Texas A&M sowie Team Hya Bioplastics der Makerere University, Uganda. Team ECOtory entwickelte eine „App, mit der Fluggesellschaften den Bedarf der Passagiere besser einschätzen können, um zusätzliches Gewicht zu vermeiden und so den Treibstoffverbrauch zu senken. Als Anreiz können Passagiere unerwünschte Mahlzeiten und Annehmlichkeiten gegen Vielfliegermeilen eintauschen“.
Team Hya Bioplastics entwickelte eine „biologisch abbaubare Alternative zu Plastikverpackungen aus Wasserhyazinthen, die die Seen Ugandas befallen. Durch die Befreiung der Seen von diesen invasiven Wasserpflanzen löst das Verpackungsdesign zwei Umweltprobleme auf einmal“.
Es ist bereits das dritte Jahr, in dem der Wettbewerb stattfindet; „ein 48-stündiger intensiver Designwettbewerb, der an mehr als 30 Universitäten weltweit stattfand. Die Studenten entwickelten Lösungen für zentrale gesellschaftliche Probleme, die durch die fortschreitende Modernisierung und wachsende Bevölkerung unserer Welt entstanden sind. Im Laufe von zwei Tagen bildeten die Studenten an jedem Campus Teams, entwickelten einen Plan und einen Prototyp, erstellten einen Geschäftsplan und präsentierten ihn einer Jury“, so die stellte die Website des Fachbereichs Ingenieurwesen der Texas A&M fest. Die Universität hat die Veranstaltung nun schon drei Jahre in Folge ausgerichtet.